Ein langer Weg und die Entscheidung zum Magenbypass

28. Januar 20102 Kommentare 

Wer kennt sie nicht, die Probleme mit der Figur.
Hier ein paar Pfunde zu viel, da ein paar Gramm Hüftspeck, es geht den Menschen wie den Leuten.
Meist lässt ein gesunder Appetit den Bauch anschwellen, was mit ein bisschen Sport schnell wieder Schnee von gestern ist.
Doch was, wenn es dabei um eine ernsthafte Krankheit geht wie Essstörung?
Eine Essstörung habe ich nun lange genug am eigenen Leib erfahren.
Schiefe Blicke, Tuschelei, permanente Intoleranz und Vorurteile waren die schlimmsten Begleiterscheinungen.
Es folgte eine Diät der anderen, aber alle hab ich mit dem Ergebnis des berühmten Jojoeffekt wieder beendet. Ich stellte mich in einer Klinik für Essgestörte vor und wäre auch aufgenommen worden, aber die Krankenkasse sowie auch die Rentenversicherung lehnten eine Kostenübernahme ab.
Bei dem Vorgespräch in der Klinik wurde mir eine definitive Essstörung bescheinigt, allerdings ohne genauere Informationen. Da die Kassen nicht mitspielten suchte ich mir eine Akutklinik im Bereich Psychosomatik und mit einem Adipositas-Programm. Akutkliniken
dürfen nicht von der Krankenkasse abgelehnt werden, da der Aufenthalt dort als Krankenhausaufenthalt gilt. Entlassen wurde ich mit der Diagnose Binge-eating-disorder also unkontrollierten Heisshungeranfällen (Fressattacken).
Ich weiß für mich, das es mir nicht möglich ist auf herkömmlichem Wege meinen BMI von 55 auf normale werte zu reduzieren. Aufgrund dessen habe ich mich für einen Magenbypass entschieden.
Manche mögen sagen das ist Aufgabe oder man mache sich das einfach, doch diese Menschen wissen oft nichts über diese Operationsverfahren und können sich gar kein Bild darüber machen wie groß das eigene Leid sein muss sich einer solch schweren OP freiwillig zu unterziehen. Heutzutage ist bekannt das Adipositas eine Erkrankung ist, warum sollte man sich nicht helfen lassen und ein besseres Leben führen können, wenn einem diese Hilfe zur Verfügung steht. Durch die Adipositas und deren Folgen bin in vielen Dingen eingeschränkt und habe dadurch eine Depression entwickelt, und um aus diesem Teufelskreis zu entkommen habe ich Hilfe in der Frankfurter Klinik Sachsenhausen gesucht die sich auf Magenoperationen im Bereich Adipositas spezialisiert hat. Auch habe ich mit anderen Betroffenen und bereits erfolgreich operierten Kontakte geknüpft die mein Vorhaben noch positiv verstärken. Mein Antrag läuft und ich werde weiter berichten um anderen Betroffenen einen Hoffnungsschimmer zu geben.



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Kommentare

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also super artikel auch glänzend geschrieben ich bin beeindruckt.


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Guter Artikel, Sabrina.

Hoffentlich wurde es bewilligt, ich drück dir jedenfalls die Daumen und denke an die alten Tage zurück *g*
LG Eva aus Rheine/Berlin/Aachen


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